Namaste!

Die Kunst der Präsenz: von der Frische der Wahrnehmung zur göttlichen Klarheit

20.06.2026
0 мин. чтения
0
Teilen
Die Kunst der Präsenz: von der Frische der Wahrnehmung zur göttlichen Klarheit

Kommentar zum Text „Tripura Rahasya“, Kapitel 16 „Über Bewusstsein, Bezähmung des Geistes und Schlaf“.

Ursprüngliche Wahrnehmung und Verdunkelung des Geistes

„Doch dieser Grundzustand wird verdunkelt (sein Erleben wird beseitigt) durch den Strom der Gedanken, die den Geist unmittelbar nach dem Moment des Erfassens des Objekts erfüllen, wenn die Phase des Nachdenkens über das Objekt und seiner Bewertung einsetzt“.

Im allerersten Moment der Wahrnehmung eines Objekts, wenn das begriffliche Denken noch nicht eingeschaltet ist und keine Bewertungen vorgenommen werden, existiert eine frische Wahrnehmung, die nicht durch Konzeptualisierung getrübt ist — genau in diesem Moment können wir die wahre Präsenz erkennen. Doch im nächsten Augenblick beginnt diese Präsenz durch die auferlegten Interpretationen verdunkelt zu werden, die gewöhnlich unmittelbar auf die Wahrnehmung folgen. Interpretationen entstehen auf natürliche Weise als Folge der Bewegung des Prana bei der Wahrnehmung der Sinnesorgane und beim Kontakt mit Objekten. Indem sich das Prana bewegt, erzeugt es Gedanken. Man kann sagen, dass Gedanken die Folge der Bewegung der Pranas in den Nadis sind. Wenn sich die Pranas in den Nadis nicht bewegen, gibt es auch keine Gedanken.

Euer Denkzustand in der Meditation hängt sehr stark davon ab, welche Haltung ihr einnehmt und wie ihr sie bewahrt. Wenn es euch gelingt, die richtige Haltung einzunehmen, dann kommen die Winde in den Kanälen zum Stillstand, und die Gedanken hören dementsprechend auf, euch zu stören. Die Kontemplation in Bewegung setzt jedoch selbstverständlich nicht voraus, eine stabile Haltung zu bewahren; sie ist gerade Kontemplation mit Energie, mit Bewegung. Und anstatt die Gedanken vollständig anzuhalten, lernen wir, mit ihnen durch die Methode der Selbstbefreiung zu arbeiten.

Kontemplation in Bewegung und Wirksamkeit des Handelns

Die Selbstbefreiung und Präsenz in Bewegung zu meistern — das ist die eigentliche Praxis der Präsenz. Andere Arten der Kontemplation haben insofern einen Nachteil, als sie leicht verloren gehen können, wenn wir beginnen, uns zu bewegen. Wenn ihr in der Bewegung kontemplativ seid, bringt ihr eure Bewusstheit in jede Handlung ein. Dann sind eure Handlungen präzise, rational, harmonisch, richtig. Mehr noch: Ihr habt kein Gefühl eines Handelnden, keine Zielsetzung, keine Anhaftung an Ergebnisse, keine Befürchtung, doch die Tätigkeit selbst ist in höchstem Maße wirksam.

Wenn ein Mensch in der Präsenz verweilt, kann er allein an einem Tag das tun, was fünf oder acht Menschen nur schwer vollbringen könnten, weil seine Klarheit selbst einfach auf vielfältige Situationen antwortet. Stellen wir uns einen Menschen vor, der etwas tun will, aber keine Bewusstheit besitzt, oder dessen Bewusstheit eingefroren ist, nicht integriert, unflexibel, nicht antworten kann. Dann fürchtet er sich, sich mit der Situation zu verbinden, er weiß nicht, wie er an sie herangehen soll, es entstehen in ihm dazu keinerlei Gedanken und Pläne. Selbst wenn er versucht, etwas zu tun, gelingt es ihm nur mit großer Mühe. Das ist das Ergebnis des Fehlens von Kontemplation im Prozess der Tätigkeit.

Zitat 1: Die Klarheit der Präsenz macht das Handeln präzise und wirksam

Wenn ich zum Beispiel einfach ohne irgendwelche Pläne gehe, genügt es mir, einen Blick auf etwas zu werfen, und sofort entstehen in mir etwa zwanzig Ideen, wie man dies tun könnte. Dabei plane ich das nicht absichtlich: Wenn hier zum Beispiel sogar drei- oder fünfhundert Mönche wären, würde ich in kurzer Zeit finden, welche Aufgaben ich ihnen geben könnte. Gleichzeitig kommuniziere ich mit vielen Laien, die verschiedenen Tätigkeiten nachgehen, ich habe Pläne für die Entwicklung von „Divya Loka“ und vieler anderer Projekte, doch ich fühle mich nicht irgendwie ratlos oder müde. Das ist das Ergebnis meiner Kontemplation, die einfach darauf antwortet, wie man den Dharma in verschiedene Richtungen voranbringen kann. Ich strenge mich nicht einmal an, weil es natürlich geschieht.

Erschaffung des Mandalas und göttliche Klarheit

Genau so werdet ihr in Zukunft das Mandala erschaffen. Das Mandala ist ein bioresonantes Umfeld, das auf euer Bewusstsein antwortet, wenn ihr, indem ihr Klarheit anwendet, eine Welt erschafft, die aus eurem eigenen Bewusstsein besteht. Genau so befreien sich die Götter aus dem Kreislauf von Geburt und Tod: In tiefer Kontemplation verweilend, wenden sie Klarheit auf alle Begrenzungen, niederen Energien, Elemente und Hindernisse an, und dank tiefster Klarheit machen sie alles so, dass Leiden sie nicht einmal in der geringsten Form berühren kann. Die Götter sind unsterblich, weil sie Tausende von Möglichkeiten kennen, dem Tod zu entgehen, indem sie Klarheit in Bezug auf Tattvas, Zeit, Prana, die Steuerung von Samskaras, das Aufhalten von Schicksalsmanifestationen und anderes offenbaren.

Der Übergang in das Mandala bedeutet die ununterbrochene Manifestation von Klarheit in Bezug auf alles. Eine solche Klarheit entsteht dank ununterbrochenen Erinnerns; sie sollte nicht künstlich hervorgebracht werden. Die Aufgabe des Gurus ist es, den Schüler in diesen Zustand der Klarheit, den Zustand des Mandalas, zu überführen und ihm zu helfen, seine innere Gottheit zu enthüllen. Diejenigen von euch, die erfolgreich praktizieren und an die Zwölf-Jahres-Grenze herankommen, werden unbedingt in diesen Zustand übergehen, sie werden ihn spüren. Als Lehrer bürge ich dafür.

Zitat 2: Übergang in das Mandala durch ununterbrochenes Erinnern

Das Verschwinden des Geistes und die Frische der Wahrnehmung

„Die Weisen sagen, dass der Geist in tiefen Schlaf versunken ist, wenn er den unmanifestierten Zustand erhellt. Das Verschwinden des Geistes (oder seine Auflösung, die ihn in den Hintergrund rückt) ist jedoch nicht allein auf den tiefen Schlaf beschränkt, denn dies geschieht auch im ursprünglichen Augenblick des Erfassens der Dinge.“

Hier wird gesagt, dass das Zurücktreten des Geistes in den Hintergrund nicht nur im tiefen Schlaf geschieht. Es geschieht in besonderen Momenten, die für uns wichtig sind. Und einer dieser Momente ist, wie wir bereits gesagt haben, der erste Augenblick bei der Wahrnehmung eines Phänomens oder einer Sache.

Es kommt vor, dass wir zum ersten Mal in ein Kloster gelangen, und es erschüttert uns einfach. Oder wir sehen einen spirituellen Lehrer, und bei uns entstehen Erfahrungen, die Energie steigt auf, wir treten in die Präsenz ein. Doch dann tun wir dies zehnmal, hundertmal, tausendmal, und die Frische der Wahrnehmung verschwindet, weil sich bereits Hunderte unserer Bewertungen und Interpretationen über die Wahrnehmung gelegt haben, die die ursprüngliche Wahrnehmung verdeckt haben, die die stärkste war.

Ein wahrer Yogi handelt nicht so. Er befindet sich immer in der Frische des Bewusstseins und sieht die Welt wie zum ersten Mal, indem er alle angesammelten Interpretationen selbstbefreit. Selbst nach Jahrzehnten im Kloster müsst ihr so leben, als wäret ihr gerade erst als Novizen gekommen und würdet euren ersten Tag hier erleben. Und mit dem spirituellen Lehrer muss man auf dieselbe Weise umgehen, indem man die erhabensten Zustände wahrnimmt.

Die Aufrechterhaltung von Samaya und Glauben

Auf dieselbe Weise solltet ihr das Samaya einhalten. Manchmal scheint es, dass wir einen gewaltigen Glauben besitzen, manchmal haben wir einen sehr erhabenen Geist, doch manchmal können unsere eigenen Karmas, Hindernisse und bedingtes Denken das Samaya und den Glauben verdunkeln; er entfernt sich irgendwohin, wird belanglos, verschwommen, unheilig. Im besten Fall erinnern wir uns auf der Ebene des Intellekts daran, dass das Samaya eingehalten werden muss. Doch ein echter Praktizierender wird sich niemals erlauben, den Geist der Echtheit im Samaya zu verlieren, ungeachtet irgendwelcher Pranas, Hindernisse oder gedanklicher Bewertungen. Er weiß, dass Glaube und Samaya das sind, wofür man den vollen Preis zahlen muss, deshalb wird sein Glaube niemals getrübt.

Die Kunst der Präsenz besteht darin, diese Verbindung zu erfassen und ständig aufrechtzuerhalten. Das ist wie bei einer Mobilfunkverbindung: Manchmal hat euer Telefon guten Empfang, und manchmal geratet ihr an Orte, zum Beispiel im Zug, wo es unmöglich ist, jemanden anzurufen. Doch bei einem echten Praktizierenden geht die Verbindung selbst unter den ungünstigsten Lebensumständen nicht verloren.

Wodurch geht eine solche Verbindung nicht verloren?

  • Erstens durch die Kraft der unterscheidenden Klarheit, die stets die Spreu vom Weizen trennen kann, wenn sichtbar ist, dass die sich selbst erkennende Klarheit das Echte ist, während gedankliche Bewertungen, Interpretationen, Emotionen oder egoistische Einschätzungen allesamt falsch sind und daher abgeschnitten werden.
  • Zweitens durch Wachsamkeit, wenn wir der eigenen Unbewusstheit keinen Nachlass gewähren, wenn ein gewisser Teil unseres Bewusstseins ständig gleichsam auf der Hut ist.
  • Drittens durch Hingabe. Wenn in uns ein Verständnis dafür vorhanden ist, wie man den Geist des Samaya unter allen Bedingungen aufrechterhält, dann verbrennt die Hingabe wie eine gewaltige Flamme alle Hindernisse, unreinen Samskaras und identifizierenden Bewegungen des Denkens, weil sie stärker ist als sie.
Zitat 3: drei Stützen der Verbindung – unterscheidende Klarheit, Wachsamkeit und Hingabe

Die Geschichte von Indra und Vritra

„Nun werde ich zu dir ausgehend von meiner eigenen Erfahrung sprechen. Dieses Thema gibt selbst den vollkommensten Persönlichkeiten Rätsel auf.“

In den Puranas gibt es eine Geschichte, in der erzählt wird, dass sogar Indra, der König des Himmels der dreiunddreißig Götter, einst seine Geisteskraft verlor. Der Anführer der Asuras, Vritra, begann vor einigen Kalpas, das Universum zu bedrohen, indem er sein Gleichgewicht störte, und da beschloss Indra, ihn zum Zweikampf herauszufordern und gegen ihn zu kämpfen. Vritra hatte einen Segen von Vishnu erhalten, besaß eine gewaltige spirituelle Kraft und war der Anführer von Tausenden von Welten. Als Indra mit seiner göttlichen Kraft in dessen Wohnstätte eintrat, sah er, dass Vritra im Vergleich zu ihm wie eine riesige Säule war, die sich bis in den Himmel erhob. Und in Indra erzitterte alles vor einer solchen Macht.

Als Vritra jedoch Indra sah, nahm er ihn nicht einmal wirklich ernst, so groß war seine Macht. Dennoch forderte Indra ihn heraus und begann zu kämpfen, indem er viele Götter, Gandharvas und Apsaras herbeirief und all seine magischen Kräfte einsetzte. Die Himmelsbewohner, Rishis und Siddhas beobachteten von der Seite neugierig, wie das alles enden würde, ohne sich am Kampf zu beteiligen. Vritra begann mit seiner magischen Kraft das Universum zu erschüttern, brachte die fünf Elemente ins Wanken, und die Kraft des Erdelements in Form riesiger Steine und Berge begann auf die Götter herabzustürzen, die in Schrecken in ihre Dimensionen flohen, und Indras Heer wurde zerstreut.

Dann trübte Vritra mit der Kraft seiner Magie Indras Verstand, und Indra verlor sein Bewusstsein derart, dass er sogar vergaß, wer er war. Da beschlossen die Weisen, ihm zu Hilfe zu kommen. Der Rishi Vasishtha begann ihm Hymnen zu singen, indem er ihn als Herrn der Götter pries und ihm Glauben und Entschlossenheit einflößte. Er sagte: „Warum bist du, Indra, in der Schlacht so unentschlossen und zaghaft? Warum hast du dich der Zaubermagie des Asura ergeben? Sieh, die Rishis und die großen Götter, die deine Zukunft sehen, sagen dir den Sieg voraus, also sei gewiss.“

Zitat 4: Vasishtha gibt Indra durch Hymne und Unterweisung Klarheit zurück

Dank der Unterweisungen Vasishthas kam Indra wieder zu sich und setzte den Kampf erneut fort. Dann, als die Weisen sahen, dass Vritra das Gleichgewicht der Kräfte im Universum stark gestört hatte, begaben sie sich auf Bitte Vasishthas zu Brahma und baten ihn darum, Vritras Niederlage zu bewirken. Indra konnte Vritra nicht bezwingen. Nur dank der Unterstützung des Rishi Vasishtha, der Weisen und des Eingreifens Brahmas selbst wurde Vritra besiegt. Er war ein so mächtiger Dämon, dass Brahma selbst sein Schicksal vorentschied.

Während die mächtige Energie Brahmas auf Vritra herabstieg, schleuderte Indra seine blitzartige Waffe auf ihn und tötete ihn. Aus Vritra trat ein Wesen hervor, das „Tod der Brahmanen“ genannt wurde. Es war eine besondere, dunkle, harte Energie, die die Gestalt einer sehr hässlichen Frau annahm, und diese zornvolle Gottheit heftete sich dennoch an Indra. Obwohl Indra versuchte, sie loszuwerden und zu fliehen, erhielt er den letzten Fluch des Asura Vritra. Sein Leben hing bereits an einem seidenen Faden, und da wandte er sich auf Rat der Rishis an Brahma und bat ihn, sein Leben zu retten. Brahma rief diese zornvolle Göttin zu sich und sagte mit sanfter Stimme zu ihr:

— Bitte, finde einen anderen Ort, rühre Indra nicht an, nimm ihm nicht das Leben.

Die Göttin sagte unzufrieden:

— Du selbst hast mir doch eine solche Aufgabe gegeben, und ich erfülle sie. Aber da du darum bittest, werde ich ihn verlassen; doch sage mir — in wen und wohin soll ich eingehen?

Ihre Kraft war so groß, dass Brahma begann, diese negative Energie auf verschiedene Wesen zu verteilen. Er rief die Geister der Bäume und die Götter, die über die Bäume herrschen (die Götter der zweiten Himmel), und sagte zu ihnen:

— Nehmt einen Teil dieser negativen Energie auf euch.

Sie antworteten:

— Wir sind ohnehin schon bedrückt, denn Bäume werden getötet, gesägt und so weiter, Gras wird gemäht. Und nun auch noch eine solche Energie.

Brahma sagte:

— Ihr werdet sie loswerden können.

Dann rief er die Gottheit des Wassers und sagte ihr, sie solle einen Teil dieser Energie auf sich nehmen. Die Gottheit des Wassers fragte:

— Und wie soll ich diese Energie loswerden?

Brahma antwortete:

— Ihr könnt diese Energie auf jene senden, die die Gewässer beim Baden verunreinigen, sich in ihnen entleeren, urinieren, mit unreinen Gedanken hineinspucken und die Gottheiten des Wassers nicht verehren.

Dann rief er die Apsaras, und sie fragten:

— Und wie sollen wir sie loswerden?

Brahma antwortete:

— Ihr könnt diese unreine Energie getrost auf denjenigen übertragen, der mit einer Frau während ihrer Monatsblutung geschlechtlich verkehrt.

Dann fragte die Gottheit des Feuers:

— Und wie kann ich sie loswerden?

Brahma antwortete ihm:

— Du kannst diese Energie auf jene übertragen, die dir respektlos begegnen und keine Opfergaben darbringen.

Auf diese Weise wurde diese negative Energie unter vielen verschiedenen Wesen verteilt.

Präsenz als Schutz vor negativen Kräften

Wenn wir in der Präsenz sind, sind wir unverwundbar gegenüber negativer Energie. Wenn wir einen starken Glauben haben, sind uns die Elemente günstig gesinnt, weil die Präsenz selbst die höheren göttlichen universellen Kräfte (Shakti) herbeiruft, und dann steht hinter uns die gesamte Guru-Parampara, die Götter, die Schöpfergötter der Universen, das heißt, die Präsenz selbst ist fähig, mächtige göttliche Kräfte herbeizurufen. Man kann sagen, dass wir, wenn wir in tiefe Kontemplation eintreten, bereits aufhören, Menschen zu sein, weil wir für diese Zeit die göttlichen Kräfte aktivieren, die unser Bewusstsein erfüllen. Man kann in der Präsenz nicht Mensch sein, denn Präsenz ist immer die Präsenz des Absoluten, und der Mensch ist nur sein Leiter. Als Menschen können wir keine eigene kleine Präsenz hervorbringen, denn Präsenz ist etwas Globales, mit dem wir uns nur verbinden können, indem wir uns richtig darauf einstimmen. Dieses Globale beginnt, auch mächtige universelle Kräfte anzuziehen, und wenn diese göttlichen Kräfte herabsteigen, erlangen wir eine größere Fähigkeit, den Kleshas, den Verdunkelungen, den Hindernissen — all dem, was Begrenzungen hervorruft — zu widerstehen.

Zitat 5: Präsenz als Schutz und Herbeirufung der Kraft der Guru-Parampara

Drei Bewusstseinszustände und die Absolute Realität

„Allen diesen drei Zuständen (nämlich: Nirvikalpa-Samadhi, dem Tiefschlaf und dem ursprünglichen Moment der Erfassung von Objekten) ist das Fehlen von Erregung (Verwirrung) des Geistes eigen, wenn im Bewusstsein nur der grundlegende, unmanifestierte Zustand verbleibt. Ihr Unterschied liegt in der nachfolgenden Bewertung der entsprechenden Zustände, die eine unterschiedliche Wahrnehmung hervorbringt. Die Absolute Realität manifestiert sich im Samadhi; die Leere oder der unmanifestierte Zustand ist ein kennzeichnendes Merkmal des Schlafes; Vielfalt ist dem Erfassen im Wachzustand eigen.“

Während des Nirvikalpa-Samadhi, des Tiefschlafs und im ersten Moment der Erfassung von Objekten gibt es keine Vrittis (Schwingungen, die die ursprüngliche Präsenz stören), da es keine Wahrnehmung von Objekten gibt. Danach entstehen jedoch solche Vrittis. Die anschließende Arbeit des Geistes bringt Vrittis hervor, und dann verändern unterschiedliche Bewertungen bei der Wahrnehmung oder beim Erfassen von Objekten das Bewusstsein. Doch die absolute Realität, die Quelle des Lichts, ist in all diesen Zuständen ein und dieselbe; sie bleibt stets unbefleckt, weshalb sie absoluter Verstand genannt wird.

Die Aufgabe des Yogin besteht darin, ständig über diese Höchste Quelle des Lichts zu meditieren. Einfacher gesagt: Die Aufgabe des Yogin besteht darin, den Geist ununterbrochen auf Gott auszurichten und an Gott zu denken. Aus der Sicht des Laya-Yoga sind In-der-Präsenz-Sein und an Gott zu denken ein und dasselbe.

Regelmäßige oder einmalige Dana
Die Tradition unterstützen
Die Mittel fließen in die Veröffentlichung von Büchern, die Entwicklung der Online-Plattform, den Unterhalt der Ashrams und Übersetzungsprogramme.
Monatlich
Einmalig
RUB ₽
Oder geben Sie Ihren eigenen Betrag ein:
₽
Kommentar*
divider
i
Dieses Material ist im Abonnement verfügbar
Откройте для себя сотни часов эксклюзивных материалов, которые поддержат вас на пути духовного роста. Ваша подписка — это мгновенный доступ.
Ваша поддержка помогает распространять духовные знания на благо всех существ.
Artikel
Vidya AI
Suche
Vorträge