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Seminar über Prana Vidya in Кishinev

09.02.2026
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Seminar über Prana Vidya in Кishinev

Am 7. Februar 2026 fand in Kischinau (Republik Moldau) ein bedeutendes Ereignis im Leben der Gemeinschaft statt — ein wissenschaftlich-praktisches Seminar über Prana-Vidya. Die Veranstaltung wurde von Mahant Vedamatri Giri mit dem direkten Segen des Gurus geleitet, was die Unverletzlichkeit des Prinzips der Parampara — der lebendigen Verbindung zwischen Lehrer und Schüler — unterstreicht.

 

Der Begriff Prana-Vidya (Sanskrit: prāṇavidyā) besteht aus zwei Wurzeln: „Prana“, was „Lebenskraft“ oder „primärer Atem“ bedeutet, und „Vidya“ — „Wissen“, „Wissenschaft“ oder „Lehre“. Im Kontext des Sanatana Dharma stellt Prana-Vidya ein tiefgreifendes metaphysisches und praktisches System zur Steuerung der subtilen Energien des Organismus dar, das auf die Erreichung inneren Gleichgewichts und spiritueller Realisation ausgerichtet ist.

Etymologisch gesehen ist Prana nicht nur der physische Atem, sondern eine kosmische Energie, die das gesamte Universum durchdringt, während Vidya keine theoretische Information impliziert, sondern eine direkte Realisation (Upadesha), die innerhalb der Nachfolge (Parampara) übertragen wird.

Die Grundlagen von Prana-Vidya sind in den klassischen Texten der Upanishaden und Agamas verankert. Insbesondere die „Prashna-Upanishad“ (II.13) besagt:

„Alles, was in den drei Welten existiert, untersteht der Macht von Prana“.

Die Tradition betont, dass ohne die Beherrschung der Energie das Erlangen von Geisteststabilität unmöglich ist, was in der „Hatha-Yoga-Pradipika“ (II.2) bestätigt wird: 

„Wenn der Atem (Prana) unruhig ist, schwankt der Geist. Wenn der Atem zur Ruhe kommt, erlangt der Geist Unbeweglichkeit“.

Im Rahmen der Traditionen des Advaita-Vedanta und des Kaschmirischen Schivaismus wird die Arbeit mit Prana als Reinigung der „Nadis“ (Energiekanäle) betrachtet, um den ungehinderten Fluss des Gewahrseins zu gewährleisten. Prana-Vidya ist keine isolierte Technik, sondern ein integraler Bestandteil eines umfassenden Weges (Sadhana), der den Segen (Anugraha) und die Anleitung eines qualifizierten Lehrers erfordert.

Das Programm des Seminars umfasste:

 

  1. Theoretischer Block: Erläuterung der Struktur der Pancha-Pranas (fünf Arten der Lebensluft) und ihres Einflusses auf den psychophysischen Zustand des Menschen.
  2. Praktische Übertragung: Vermittlung von Methoden zur Harmonisierung der inneren Energieströme durch traditionelle, von den Shastras autorisierte Techniken.
  3. Ritualer Abschluss: Durchführung von Shanti-Karma — ein Ritus der Befriedung und Reinigung des Raumes, der darauf abzielt, Hindernisse zu beseitigen.

 

Die letzte Phase des Seminars war der Akt der Verdienstwidmung (Punya-Anumodana) — eine traditionelle Praxis, bei der die spirituelle Frucht (das Verdienst) der ausgeübten Praxis zum Wohle aller fühlenden Wesen gewidmet wird.

Die Teilnahme von Mahant Vedamatri Giri ermöglichte das Format des Darshan — eine heilige Berührung mit der Tradition durch die Anwesenheit ihres Trägers. Das übermittelte Wissen und die Methoden sind ein wahres Geschenk der Tradition, das es dem Praktizierenden ermöglicht, nicht nur die Gesundheit zu stärken, sondern auch das Bewusstsein auf tiefere Stufen der Meditation und Kontemplation vorzubereiten.

Solche Veranstaltungen demonstrieren das weltweite Wirken der Sanatana-Dharma-Gemeinschaft, das darauf ausgerichtet ist, die Reinheit der klassischen Lehre zu bewahren und sie für aufrichtige Suchende in der modernen Welt zugänglich zu machen.

Om Shanti Shanti Shanti.

 

Seminar
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