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Text des Glaubensbekenntnisses

06.07.2026
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  1. Ich glaube an Parabrahman, eines ohne ein Zweites, die nichtduale Realität, an Das, was ungeboren ist, keinen Namen, keine Form, keine Eigenschaften und Attribute besitzt, an das ewige, unendliche, allgegenwärtige, alles erfüllende, reine Bewusstsein, das in allen Wesen als Sat-Chit-Ananda verweilt.

     

  2. Ich glaube daran, dass das Absolute die Fähigkeit zu ununterbrochenen schöpferischen Manifestationen besitzt und sich als die drei kosmischen Kräfte des Universums offenbart – Schöpfung (Srishti-Shakti), Erhaltung (Sthiti-Shakti) und Zerstörung (Samhara-Shakti) – sowie als Kräfte der Weisheit (Jnana-Shakti), des Willens (Iccha-Shakti) und des Handelns (Kriya-Shakti), personifiziert als Brahma, Vishnu, Shiva (Trimurti) und ihre Gemahlinnen.

     

  3. Ich glaube an den dreifachen Kanon (Prasthana Traya) der heiligen Texte der vedantischen Tradition sowie an die nichtdualen Tantras, Upanishaden und mündlichen Unterweisungen (Upadeshas) der Heiligen der Übertragungslinie.

     

  4. Ich glaube an den göttlichen Ursprung, die Weisheit und die Segnungen der sieben Weisen der vedischen Tradition, zu denen die Rishis Vasishta, Vishvamitra, Kashyapa, Bharadvaja, Gautama, Jamadagni und Atri gehören.

     

  5. Ich glaube an göttliche Wesen, heilige Weise, Siddhas der nahen und fernen Übertragungslinien der Lehre und an ihre befreiende Segenskraft, die durch Zuflucht, Samaya und Guru-Yoga gewährt wird.

     

  6. Ich glaube an Bhagavan Avadhuta Dattatreya und seine Inkarnationen als eine besondere, einzigartige, universelle Verkörperung des Absoluten, die in sich die Merkmale der drei wichtigsten göttlichen Kräfte des Universums vereint, als zentrale Gottheit (Ishta-Devata) der Tradition.

     

  7. Ich glaube an die zehn Hauptprinzipien (Acharas) der Lehre.

    Diese Acharas sind:
    • die nichtduale Sichtweise des einen „Geschmacks“ (Advaita-Samarasyachara)
    • der natürliche Zustand (Sahajachara)
    • das Gelübde der Hingabe und Reinheit (Samayachara)
    • die vollkommene Methode (Upayachara)
    • die Verehrung heiliger Objekte (Sadachara): der heiligen Lehre (Satya-Veda), des spirituellen Lehrers (Sadguru) und der Heiligen (Arya-Sangha)
    • Mitgefühl und Selbsthingabe (Bhrityachara)
    • innere Askese (Tapachara)
    • spontane Manifestation der Vollkommenheit ohne Begrenzungen (Siddha-Svecchachara)
    • göttlicher Stolz und reine Sicht (Divyachara)
    • die Öffnung für den erleuchtenden Strom der herabsteigenden Kraft der Entfaltung des Göttlichen (Darshanachara)

       

  8. Ich glaube an die selbstgeborene natürliche Weisheit, den natürlichen Zustand (Sahajya), die Natur des Geistes, die dem unendlichen Raum jenseits von Fixierungen und Begrenzungen gleicht, als Form des Absoluten und Quelle aller Erscheinungen im Universum, erfahren in der Kontemplation als reines, unverhülltes Gewahrsein jenseits von Begriffen, Konzepten und Werturteilen, unbegreiflich für Logik und diskursiven Verstand.

     

  9. Ich glaube an die Grundlage, den Weg und die Frucht der Lehre, wobei die Grundlage die selbstgeborene Weisheit (Sahajya-Prajñana) ist, die von Parabrahman nicht verschieden ist, der Weg der Weg der Kontemplation mit unverhülltem Gewahrsein des natürlichen Zustands ist, der durch die Übertragung empfangen wurde, mittels der drei Hauptprinzipien (Shravana, Manana und Nididhyasana), und die Frucht die drei erleuchteten Körper sind:
    • der Weisheitskörper, dem Raum des reinen Bewusstseins gleich (Jnana-Deha)
    • der illusorische Körper, einer Gottheit gleich (Pranava-Deha)
    • der vollkommene Manifestationskörper (Siddha-Deha)

       

  10. Ich glaube an die Prinzipien und Gebote des Yoga, die tantrischen Gelübde (Samayas) und das einheitliche Samaya der Kontemplation, die entsprechend dem eigenen Status, Ort, der Zeit und den Anweisungen des Wurzel-Gurus anzuwenden und sorgfältig einzuhalten sind.

     

  11. Ich glaube an die Philosophie des Rishi Vasishta, daran, dass die Welt so wird, wie sie in Gedanken erschaffen wird, dass sie eine Manifestation der Sicht ist, dass das Universum illusorisch ist, einem Spiegelbild gleich, seiner Natur nach leer, und dass alles darin eine Manifestation des grundlegenden Geistes, des unendlichen Bewusstseins, ist, daran, dass man durch Zähmung und Reinigung des Geistes alles Leid beseitigen und wie der Schöpfer des Universums selbst, Brahma, erschaffen kann.

     

  12. Ich glaube an das Gesetz des Karma, an Reinkarnation, an die Kostbarkeit der menschlichen Geburt, daran, dass der bedingte Zustand des Samsara nur zu unermesslichem Leid führt und dass das wahre Ziel des Lebens jedes Wesens darin besteht, nach Befreiung zu streben.

     

  13. Ich glaube an die Kraft des Mitgefühls, der Gewaltlosigkeit (Ahimsa) und der Liebe zu allen Lebewesen, einschließlich der niederen.

     

  14. Ich glaube an die reine Sicht, daran, dass alle Erscheinungen im Universum rein, in ihrer Grundlage spontan vollkommen und nichts anderes sind als das Spiel der Energien der Gottheiten im Mandala des Absoluten (Parabrahman).
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