Verzichtet auf die persönliche Erleuchtung um des Dienstes an anderen willen.
Wenn ihr fühlt, dass die Befreiung zu euch gekommen ist, sagt zu ihr: „Geh zu dem, der dich braucht, und ich werde dem Dharma und der Sangha ohne Hoffnungen und Ängste dienen“.
Seid demütiger als ein am Wegesrand weggeworfenes Grasbüschel, bildet euch nicht zu viel auf euch selbst ein. Die Heiligen sagen: „Wer ist kein Narr vor dem Herrn?“
Messt euren Erfahrungen keine Bedeutung bei, behandelt sie wie Schmutz. Seine Erfahrungen zu überschätzen bedeutet, Gott zu unterschätzen. Gott steht immer über jeglichen Erfahrungen.
Denkt weniger:
- über euch selbst;
- über eure Erleuchtung;
- über die Erleuchtung anderer;
- darüber, was ihr über euch selbst und andere denkt;
- darüber, was andere über euch denken.
Denkt mehr an Gott, an Dattatreya.
Denkt daran, ein Mönch zu sein bedeutet etwas, und in erster Linie — Glauben und Mitgefühl zu besitzen.
Messt euren eigenen Gedanken keinerlei Bedeutung bei, es ist wie ein Traum im Traum, Gott steht über ihnen. Es ist jedoch richtig, an Gedanken festzuhalten, die mit den Worten der Heiligen und den Schriften im Einklang stehen.
Erinnert euch immer an das Glaubensbekenntnis und die Zuflucht und stellt sie über euer „Ich“.
Denkt daran — das Ego ist es nicht würdig, in die transzendente Welt einzutreten.
Denkt daran — Maya schläft nicht, und eure Waffe ist der Glaube. Glaube und Hingabe stehen über dem Verstand.
Om
Mein Segen
Swami Vishnudevananda Giri


