Der erste Kurs vermittelt die Grundlagen. Danach beginnt ein langfristiges Programm – zwölf Jahre Studium und Praxis für diejenigen, die sich entschieden haben, tiefer in die Tradition einzutauchen.
Was gelehrt wird
Der Schüler studiert den Shivaismus: die Natur des Gottes Shiva, den Aufbau der Seele, das Gesetz des Karma und den Weg zur Befreiung. Er liest „Tanz mit Shiva“ von Subramuniyaswami, die „Shiva-Purana“, die „Shiva-Gita“ und Texte von Swami Sivananda. Später geht er zum Anuttara-Tantra und zur Lehre des Laya-Yoga über. Er studiert die nichtduale Kontemplation, die Natur des Geistes und den Aufbau des feinstofflichen Körpers. Er setzt sich mit vierundzwanzig Themen für die analytische Meditation auseinander: Vergänglichkeit, Karma und typische Fehler in der Praxis. Am Ende jedes Kurses legt er eine mündliche Prüfung ab und verfasst eine mehrere Dutzend Seiten umfassende Abhandlung zu einem vorgegebenen Thema.
Welche Praktiken ausgeübt werden
Der Schüler beginnt mit lang anhaltender Konzentration – auf jedes Chakra einzeln, manchmal mehrere Stunden lang. Er wiederholt ein Mantra: Die Anzahl kann bis zu hunderttausend Wiederholungen betragen. Er lernt, den Atem mehrere Minuten lang anzuhalten. Er sitzt zwei bis drei Stunden regungslos. Er geht mit einer bestimmten Absicht in meditativem Schritt (die Praxis des Chankramanam mit Sankalpa). Er erlernt das Yoga des Träumens: Er lernt, sich des Traums bewusst zu werden und ihn zu steuern. Er erlernt das Yoga des illusorischen Körpers: Er lernt, das gewöhnliche Leben ebenso wie einen Traum zu sehen.
Texte und schriftliche Arbeiten
Der Schüler schreibt einen heiligen Text von Hand ab – mehrere Dutzend oder Hunderte von Seiten. In jedem Kurs liest er eine festgelegte Bücherliste und erstattet seinem Betreuer darüber Bericht. Einmal pro Kurs verfasst er eine Abhandlung zu einem vorgegebenen Thema aus dem behandelten Stoff.
Retreats
Mehrmals im Jahr begibt sich der Schüler in ein Retreat – für einige Tage bis hin zu drei Monaten. Während des Retreats übt er ununterbrochen eine einzige Praxis aus: Kontemplation, Mantra, Atemarbeit oder die Arbeit mit einem bestimmten Chakra. Ein Teil der Retreats ist speziell dem Studium der Lehre gewidmet, ein anderer Teil der Meditation.
Was sich in zwölf Jahren verändert
Träume werden steuerbar. Kontemplation erfordert keine Anstrengung mehr: Sie stellt sich von selbst ein. Der Geist zweifelt nicht mehr an seiner eigenen Natur – sie ist nun Erfahrung und keine Theorie mehr. Der Unterschied zwischen angenehmen und unangenehmen Erfahrungen verblasst. Schwierigkeiten werden leichter bewältigt. Innere Gewohnheiten und Wünsche werden schwächer. Der Praktizierende kann andere unterrichten und weitergeben, was er selbst verinnerlicht hat. In ihm entsteht der Wunsch, der Tradition zu dienen und die Lehre weiterzugeben.
Kontakt
Anmeldung zur Ausbildung: @vidya_mandala


