Mantra besteht aus zwei Wortwurzeln: „man“ – „Geist, Denken“ und „tra“ – „Schutz, Werkzeug“. Somit lässt sich Mantra als „Werkzeug des Geistes“ oder „das, was den Geist schützt“ übersetzen. Es handelt sich um besondere Klangschwingungen, die spirituelle Kraft besitzen und das Bewusstsein transformieren können.
Grundlegende Mantras
Gayatri-Mantra
oṁ bhūr bhuvaḥ svaḥ
tat savitur vareṇyaṁ
bhargo devasya dhīmahi
dhiyo yo naḥ pracodayāt
OM BHUR BHUVAH SVAHA
TAT SAVITUR VARENYAM
BHARGO DEVASYA DHIMAHI
DHIYO YO NAH PRACHODAYAT
Übersetzung: „Wir meditieren über das göttliche Licht der Sonne des spirituellen Bewusstseins. Möge es unseren Verstand erleuchten, so wie strahlendes Sonnenlicht die Dunkelheit vertreibt.“.
Das Gayatri-Mantra ist im „Rigveda“ (3.62.10) enthalten und wird traditionell mit dem Rishi Vishvamitra in Verbindung gebracht. Es richtet sich an Savitar – das solare göttliche Prinzip, das den Verstand erweckt. Es ist eines der am höchsten verehrten vedischen Gebete.
Mahamrityunjaya-Mantra
oṁ tryambakaṁ yajāmahe
sugandhiṁ puṣṭivardhanam
urvārukam iva bandhanān
mṛtyor mukṣīya mā'mṛtāt
OM TRAYAMBAKAM YAJAMAHE
SUGANDHIM PUSHTIVARDHANAM
URVARUKAMIVA BANDHANAN
MRITYOR MUKSHIYA MAAMRITAT
Übersetzung: „Wir verehren den Dreiäugigen, den Wohlriechenden, der das Wohlergehen mehrt. Wie eine reife Frucht sich vom Stiel löst, möge er uns von den Fesseln des Todes befreien, jedoch nicht von der Unsterblichkeit“.
Das Mantra richtet sich an Rudra-Shiva und ist im „Rigveda“ (7.59.12) enthalten. Es wird als Gebet um Befreiung von der Todesangst, um Gesundheit und spirituelle Standhaftigkeit rezitiert.
Asatoma-Mantra
asato mā sad gamaya
tamaso mā jyotir gamaya
mṛtyor mā amṛtaṁ gamaya
oṁ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ
ASATOMA SAT GAMAYA
TAMASOMA JYOTIR GAMAYA
MRITYORMA AMRITAM GAMAYA
OM SHANTI SHANTI SHANTIHI
Übersetzung: „Führe mich vom Unwahren zum Wahren, von der Dunkelheit zum Licht, vom Tod zur Unsterblichkeit. Om. Frieden, Frieden, Frieden“.
Dieser Abschnitt aus der „Brihadaranyaka-Upanishad“ (1.3.28) bringt die Ausrichtung des spirituellen Weges zum Ausdruck: von der Unwissenheit zur Erkenntnis der eigenen wahren Natur. Das Mantra wird häufig zu Beginn oder zum Abschluss von Unterricht und Satsangs rezitiert.
Gayatri-Mantra von Bhagavan Dattatreya
oṁ dattātreyāya vidmahe
atriputrāya dhīmahi
tanno dattaḥ pracodayāt
DATTATREYAYA VIDMAHE
ATRIPUTRAYA DHIMAHI
TANNO DATTA PRACHODAYAT
Übersetzung: „Mögen wir Dattatreya erkennen, mögen wir über den Sohn Atris meditieren. Möge Datta uns leiten“.
Das Mantra verbindet die Verehrung Dattatreyas mit der Form des Gayatri. Es richtet den Geist auf Dattatreya als den ursprünglichen Guru und als Verkörperung der Weisheit, die Erkenntnis, Yoga und Entsagung vereint.
Mantra Dattatreyas
oṁ drāṁ dattātreyāya namaḥ
OM DRAM DATTATREYAYA NAMAHA
Übersetzung: „Om. Verehrung sei Dattatreya“.
Diese kurze Formel richtet sich an Bhagavan Dattatreya. Die Silbe drāṁ gehört zu den Bija-Mantras, daher sollte eine vertiefte Praxis gemäß der Unterweisung eines Lehrers ausgeführt werden.
Mantra von Bhagavan Vasudeva
oṁ namo bhagavate vāsudevāya
OM NAMO BHAGAVATE VASUDEVAYA
Übersetzung: „Om. Verehrung dem Bhagavan Vasudeva.“
Dieses zwölfsilbige Mantra verehrt Vishnu-Krishna als Vasudeva – das Göttliche, das in allen Wesen wohnt. Es wird mit dem Weg der Hingabe, dem Gedenken an Gott und der Läuterung des Bewusstseins in Verbindung gebracht.
Narayana-Mantra
oṁ namo nārāyaṇāya
OM NAMO NARAYANA
Übersetzung: „Om. Verehrung Narayana.“
Das achtsilbige Mantra Narayanas nimmt in den vishnuitischen Traditionen einen wichtigen Platz ein. Der Name Narayana verweist auf Gott als Zuflucht aller Wesen und Grundlage des Universums.
Ganesha-Mantra
vakratuṇḍa mahākāya
sūryakoṭisamaprabha
nirvighnaṁ kuru me deva
sarvakāryeṣu sarvadā
VAKRATUNDA MAHAKAYYA
SURYAKOTI SAMAPRABHA
NIRVIGHNAM KURU ME DEVA
SARVA KAARIYESHU SARVADA
Übersetzung: „O Herr mit dem gebogenen Rüssel und dem mächtigen Körper, der wie Millionen Sonnen erstrahlt! Beseitige stets die Hindernisse bei all meinen Unternehmungen.“
Ganesha wird zu Beginn des Lernens, einer Reise, eines Rituals und jedes bedeutenden Vorhabens verehrt. Dieses Gebet bittet nicht um augenblicklichen Erfolg, sondern um Klarheit, Weisheit und die Beseitigung von Hindernissen auf dem gewählten Weg.
Mantras für jeden Tag
Kurze Gebete helfen dabei, gewöhnliche Handlungen in die Sadhana einzubeziehen. In verschiedenen Regionen und Überlieferungslinien finden sich unterschiedliche Fassungen des Textes und der Rezitationsreihenfolge; hier sind verbreitete Formen aufgeführt.
Morgendliche Betrachtung der Handflächen
Karāgre vasate Lakṣmīḥ
Karamadhye Sarasvatī
Karamūle tu sthito Brahmā
Prabhāte karadarśanam
KARAGRE VASATE LAKSHMIYIM
KARAMADHYE SARASVATI
KARAMUTE TU STHITO BRAHMA
PRABHATE KARA DARSHANAM
Am Morgen betrachtet man die Handflächen und gedenkt dabei Lakshmis, Sarasvatis und Brahmas. Das Gebet stimmt auf die Reinheit der Handlungen, des Wissens und der Mittel zum Lebensunterhalt ein.
Mantra zur morgendlichen Begrüßung der Gottheiten und Planeten, zur Harmonisierung der Planeten und zur Heiligung des Tages
Brahmā Murāris Tripurāntakārī
Bhānuḥ Śaśī Bhūmisuto Budhaśca
Guruśca Śukraḥ Śanirāhuketavaḥ
Kurvantu sarve mama suprabhātam
BRAHMA MURARI STRIPURANTAKARI
BHANUH SHASHI
BHUMISUTO BUDHASHCHA
GURUSHCHA SHUKRAH SHANIRAHUKETAVA
KURVANTU SARVE MAMA SUPRABHATAM
Übersetzung: „Mögen Brahma, Vishnu, Shiva, die Sonne, der Mond, Mars, Merkur, Jupiter, Venus, Saturn, Rahu und Ketu, mögen alle Himmelswesen meinen Morgen segensreich machen.“
Dies ist ein Mantra, das den beginnenden Tag segnet. Es sollte unmittelbar nach dem Erwachen rezitiert werden und neutralisiert ungünstige astrologische Einflüsse der Planeten.
Gebet an Mutter Erde
Oṃ priyadattāyai bhuve namaḥ
OM PRIYADATTAYE BHUVE NAMAH
Übersetzung: „O Erde, die du alles gibst, was mir wohltut, ich verneige mich vor dir.“
Ein weiteres Mantra der Erdgöttin:
samudravasane devi
parvatastanamaṇḍale
viṣṇupatni namastubhyaṁ
pādasparśaṁ kṣamasva me
SAMUDRA VASANE DEVI
PARVATA STANA MANDALE
VISHNUPATNI NAMASTUBHYAM
PAADA SPARSHAM KSHAMASVA ME
Übersetzung: „O Göttin, deren Gewänder die Ozeane und deren Brüste die Berge sind, Gemahlin Vishnus, Verehrung sei Dir. Vergib die Berührung meiner Füße.“
Die Mantras an Mutter Erde werden morgens rezitiert, bevor man den Boden betritt.
Mantra der sieben heiligen Flüsse
gaṅge ca yamune caiva
godāvari sarasvati
narmade sindhu kāveri
jale'smin sannidhiṁ kuru
OM GANGE CHA YAMUNE CHAIVA
GODAVARI SARASVATI
NARMADE SINDHU KAVERI
DCHALE 'SMIN SANNIDHIM KURU
Übersetzung: „O Ganga, Yamuna, Godavari, Sarasvati, Narmada, Sindhu und Kaveri, seid in diesem Wasser gegenwärtig.“
Das Gebet wird vor der Waschung oder der Weihe des Wassers verwendet.
Gebet vor dem Essen
brahmārpaṇaṁ brahma havir
brahmāgnau brahmaṇā hutam
brahmaiva tena gantavyaṁ
brahmakarmasamādhinā
Dieser Vers aus der „Bhagavad Gita“ (4.24) erinnert daran, dass die Opfergabe, das Feuer, der Opfernde und das Ziel der Opferung im Brahman verwurzelt sind. Er wird vor dem Essen als Dankgebet und zur Weihe der Speisen rezitiert.
Mantra zur Weihe der Speisen
Annaṃ Brahma, raso Viṣṇuḥ
Bhoktā Devo Maheśvaraḥ
Oṃ prāṇāya svāhā
Oṃ apānāya svāhā
Oṃ vyānāya svāhā
Oṃ udānāya svāhā
Oṃ samānāya svāhā
ANNAM BRAHMA RASO VISHNUH
BHOKTA DEVO MAHESHWARAH
OM PRANAYA SVAHA
OM APANAYA SVAHA
OM VYANAYA SVAHA
OM UDANAYA SVAHA
OM SAMANAYA SVAHA
Übersetzung: „Die Nahrung ist Brahma, der Geschmack ist Vishnu, derjenige, der die Nahrung genießt, ist Maheshvara. Om, Ehrerbietung an Prana. Om, Ehrerbietung an Apana. Om, Ehrerbietung an Vyana. Om, Ehrerbietung an Udana. Om, Ehrerbietung an Samana.“
Mantra für die Waschung (Snana-Mantra)
Oṃ apavitraḥ pavitro vā
Sarvāvasthāṃ gato ’pi vā
Yaḥ smaret Puṇḍarīkākṣaṃ
Sa bāhyābhyantaraḥ śuciḥ
Śrī Viṣṇuḥ, Śrī Viṣṇuḥ, Śrī Viṣṇuḥ
OM APAVITRAH PAVITRO VA
SARVAVASTHAM GATO ’PI VA
YAH SMARET PUNDARIKAKSHAM
SA BAHYA ABHYANTARAH SHUCHIHI
SHRI VISHNU SHRI VISHNU SHRI VISHNU
Übersetzung: „Ob rein oder unrein, welche Situationen des bedingten Lebens ein Mensch auch durchlaufen hat, er wird augenblicklich gereinigt, wenn er sich an die lotusgleichen Augen von Gott Vishnu erinnert.“
Mantra zur Weihe des Asanas (Asanopaveshana)
Oṃ pṛthvi! Tvayā dhṛtā lokā, devi! Tvaṃ Viṣṇunā dhṛtā
Tvaṃ ca dhāraya māṃ nityaṃ, pavitraṃ kuru cāsanam
OM PRITHVI! TVAYA DHRTA LOKA DEVI! TVAM VISHNUNA DHRTA
TVAM CHA DHARAYA MAM NITYAM PAVITRAM KURU CHASANAM
Übersetzung: „O Mutter Erde, du trägst die Welten, und, o Göttin, du wirst von Gott Vishnu getragen. Deshalb trage bitte auch mich jeden Tag und reinige bitte dieses Asana.“
Das Mantra zur Weihe des Asanas ist wichtig, da ein gutes, reines Asana Reinigung und Siddhis gewährt. Asana bezeichnet in diesem Zusammenhang den Platz, an dem Sie sitzen, meditieren, Pranayama praktizieren oder ein Mantra rezitieren, das heißt, eine spirituelle Praxis ausüben.
Mantra vor dem Schlafengehen
oṁ śrī svapneśvarī namaḥ
OM SHRI SVAPNESHWARI NAMAHA
Übersetzung: „Om. Ehrerbietung an Svapneshvari, die Herrin der Träume.“
Dieses kurze Gebet wird vor dem Schlafengehen rezitiert, um den Tag in einem ruhigen und achtsamen Zustand zu beschließen.
Mantras für Frieden und Schutz
Shanti-Mantra für das Wohlergehen aller Wesen
Oṃ! Sarveṣāṃ svastir bhavatu
Sarveṣāṃ śāntir bhavatu
Sarveṣāṃ pūrṇaṃ bhavatu
Sarveṣāṃ maṅgalaṃ bhavatu
Sarve bhavantu sukhinaḥ
Sarve santu nirāmayāḥ
Sarve bhadrāṇi paśyantu
Mā kaścid duḥkhabhāg bhavet
Оṁ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ
OM! SARVESHAM SVASTIR BHAVATU
SARVESHAM SHANTIR BHAVATU
SARVESHAM PURNAM BHAVATU
SARVESHAM MANGALAM BHAVATU
SARVE BHAVANTU SUKHINAHA
SARVE SANTU NIRAMAYAHA
SARVE BHADRANI PASHYANTU
MA KASHCHID DUKHA BHAG BHAVET
Übersetzung: „Mögen alle glücklich sein, mögen alle frei von Krankheiten sein, mögen alle das Glückverheißende sehen, möge niemand leiden. Om. Frieden, Frieden, Frieden.“
Shanti-Mantra
Lokāḥ samastāḥ sukhino bhavantu
Oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ
LOKA SAMASTAH SUKHINO BHAVANTU
AUM SHANTI SHANTI SHANTIHI
Übersetzung: „O Herr! Möge die ganze Welt glücklich sein!“
Mangalam
sarva maṅgalam
bhūmi maṅgalam
udaka maṅgalam
agni maṅgalam
vāyu maṅgalam
gagana maṅgalam
sūrya maṅgalam
candra maṅgalam
jagat maṅgalam
jīva maṅgalam
deha maṅgalam
mano maṅgalam
ātma maṅgalam
sarva maṅgalam
bhavatu bhavatu bhavatu
oṁ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ
SARVA MANGALAM
BHUMI MANGALAM
UDAKA MANGALAM
AGNI MANGALAM
VAYU MANGALAM
GAGANA MANGALAM
SURYA MANGALAM
CHANDRA MANGALAM
JAGAT MANGALAM
JIVA MANGALAM
DEHA MANGALAM
MANO MANGALAM
ATMA MANGALAM
SARVA MANGALAMBHAVATU BHAVATU BHAVATU
OM SHANTI SHANTI SHANTI
Übersetzung: „Möge Frieden auf der Erde, im Wasser, im Feuer und in der Luft, auf der Sonne, dem Mond und dem Planeten, in allen Lebewesen, im Körper, im Geist und im Herzen herrschen. Möge dieser Frieden überall und in jedem sein. So sei es, möge es so sein.“
Das Gebet ruft Segen und Frieden für die Erde, das Wasser, das Feuer, die Luft, die Himmelskörper, die Welt, die Lebewesen, den Körper, den Geist und die Seele herbei.
Pranama-Mantra an Brahman
Oṃ namaste paramaṃ brahma
Namaste paramātmane
Nirguṇāya namastubhyaṃ
Sadrūpāya namo namaḥ
OM NAMASTE PARAMAMBRAHMA
NAMASTE PARAMAATMANE
NIRGUNAYA NAMASTUBHYAM
SADRUUPAAYA NAMO NAMAH
Übersetzung: „Ich verneige mich vor dem höchsten Brahman, ich verneige mich vor der höchsten Seele, ich verneige mich vor dem, der über allen Eigenschaften steht, ich verneige mich immer wieder vor dem ewig Seienden.“
Bei einem Shashtanga-Pranam oder Panchanga-Pranam, bei einer Verbeugung im Tempel oder vor Gottheiten, sollte man zu Beginn und am Ende eines Rituals oder einer Sadhana Brahman als die höchste Quelle des Seins mit einem solchen Gebet grüßen.
Mantra an Narasimha
oṁ namo bhagavate narasiṁhāya
OM NAMO BHAGAVATE NARASIMHAYA
Übersetzung: „Om. Verehrung dem Bhagavan Narasimha.“
Narasimha wird als mächtige schützende Manifestation des Göttlichen verehrt.
Schutzmantra Narasimhas
HRĪṂ KṢRAUṂ HRĪṂ
HRIM KSHRAUM HRIM
Übersetzung: „O Göttliche Shakti und Herr Narasimha, reinigt, beschützt und erweckt mich.“
- HRIM — das Bija der Göttlichen Mutter, Mahashakti, der Kraft der Reinigung, Manifestation und spirituellen Erweckung.
- KSHRAUM — das Haupt-Bija des Herrn Narasimha, das mit Schutz sowie der Vernichtung von Angst und Hindernissen verbunden ist.
Das Mantra Narasimhas erschafft ein Schutzfeld und erfüllt mit Kraft, Gesundheit, Lebensenergie und Erleuchtung.
Komplexe Schutzformeln und Bija-Mantras sollte man besser nicht aus beliebigen Sammlungen übernehmen: Ihre Anwendung erfordert den genauen Kontext und eine entsprechende Unterweisung.
Das große Mantra der Göttin Lakshmi
Oṃ hrīṃ śrīṃ Lakṣmībhyo namaḥ
OM HRIM SHRIM LAKSHMI BHYO NAMAHA
Übersetzung: „Ich rufe (OM) die erfolgreiche Energie der feurigen Sonne (HRIM) und die anziehende Kraft des wässrigen Mondes (SHRIM) an, um die Energie der Göttin Lakshmi (LAKSHMI), von der (BHYO) aller Überfluss, aller Reichtum und der Strom des Glücks ausgehen, zu mir zu ziehen. Sie grüße ich (NAMAHA).“
Die Wiederholung dieses Mantras bringt den Segen der Mutter Lakshmi in Form von Frieden, Wohlstand und Harmonie.
Schutzmantra an die neun Formen Durgas (Shri Nava Durga Raksha-Mantra)
Oṃ Śailaputrī Maiyā rakṣā karo
Oṃ Jagajananī Devī rakṣā karo
Oṃ Navadurgā namaḥ
Oṃ Jagajananī namaḥ
Oṃ Brahmacāriṇī Maiyā rakṣā karo
Oṃ Bhavatāriṇī Devī rakṣā karo
Oṃ Navadurgā namaḥ
Oṃ Jagajananī namaḥ
Oṃ Candraghaṇṭā Caṇḍī rakṣā karo
Oṃ Bhayahāriṇī Maiyā rakṣā karo
Oṃ Navadurgā namaḥ
Oṃ Jagajananī namaḥ
Oṃ Kūṣmāṇḍā tum hai rakṣā karo
Oṃ Śaktirūpā Maiyā rakṣā karo
Oṃ Navadurgā namaḥ
Oṃ Jagajananī namaḥ
Oṃ Skandamātā Maiyā rakṣā karo
Oṃ Jagadambā Jananī rakṣā karo
Oṃ Navadurgā namaḥ
Oṃ Jagajananī namaḥ
Oṃ Kātyāyanī Maiyā rakṣā karo
Oṃ Pāpanāśinī Ambe rakṣā karo
Oṃ Navadurgā namaḥ
Oṃ Jagajananī namaḥ
Oṃ Kālarātrī Kālī rakṣā karo
Oṃ Sukhadātrī Maiyā rakṣā karo
Oṃ Navadurgā namaḥ
Oṃ Jagajananī namaḥ
Oṃ Mahāgaurī Maiyā rakṣā karo
Oṃ Bhaktidātrī rakṣā karo
Oṃ Navadurgā namaḥ
Oṃ Jagajananī namaḥ
Oṃ Siddhidātrī Maiyā rakṣā karo
Oṃ Navadurgā Devī rakṣā karo
Oṃ Navadurgā namaḥ
Oṃ Jagajananī namaḥ
OM SHAILAPUTRI MAIYA RAKSHA KARO
OM JAG JANANI DEVI RAKSHA KARO
OM NAV DURGA NAMAHA
OM JAG JANANI NAMAHAOM BRAHMACHARINI MAIYA RAKSHA KARO
OM BHAVATARANI DEVI RAKSHA KARO
OM NAV DURGA NAMAHA
OM JAG JANANI NAMAHAOM CHANDRAGHANTA CHANDI RAKSHA KARO
OM BHAYAHARINI MAIYA RAKSHA KARO
OM NAV DURGA NAMAHA
OM JAG JANANI NAMAHAOM KUSHMANDA TUM HAI RAKSHA KARO
OM SHAKTIRUPA MAIYA RAKSHA KARO
OM NAV DURGA NAMAHA
OM JAG JANANI NAMAHAOM SKANDA MATA MAIYA RAKSHA KARO
OM JAGADAMBA JANANI RAKSHA KARO
OM NAV DURGA NAMAHA
OM JAG JANANI NAMAHAOM KATYAYANI MAIYA RAKSHA KARO
OM PAPANASINI AMBE RAKSHA KARO
OM NAV DURGA NAMAHA
OM JAG JANANI NAMAHAOM KALARATRI KALI RAKSHA KARO
OM SUKHADATI MAIYA RAKSHA KARO
OM NAV DURGA NAMAHA
OM JAG JANANI NAMAHAOM MAHAGAURI MAIYA RAKSHA KARO
OM BHAKTIDATI RAKSHA KARO
OM NAV DURGA NAMAHA
OM JAG JANANI NAMAHAOM SIDDHIDATRI MAIYA RAKSHA KARO
OM NAV DURGA DEVI RAKSHA KARO
OM NAV DURGA NAMAHA
OM JAG JANANI NAMAHA
Übersetzung: „Om, Shailaputri, Tochter der Berge, bitte beschütze mich! Om, Göttin, die Mutter des gesamten Universums, beschütze mich!
Om, Brahmacharini, die strenge Askese übt, bitte beschütze mich! Om, Mutter, die dabei hilft, den Ozean des Leidens zu überwinden, beschütze mich!
Om, Chandi, die mit der jungen Mondsichel geschmückt ist, bitte beschütze mich! Om, Göttin, die alle Ängste beseitigt, beschütze mich!
Om, Kushmanda, Schöpferin des Universums, bitte beschütze mich; Om, Mutter, die die Verkörperung der Shakti (Energie) ist, beschütze mich!
Om, Skandamata, Mutter des geschickten Kriegers Karttikeya, bitte beschütze mich! Om, göttliche Mutter, die Quelle des Lebens, beschütze mich!
Om, Katyayani, Tochter des Weisen Katyayana, bitte beschütze mich! Om, Mutter, die alle Sünden verbrennt, beschütze mich!
Om, Kalaratri-Kali, die die Finsternis der Unwissenheit vernichtet, bitte beschütze mich! Om, Göttin, die mit Glück segnet, beschütze mich!
Om, Maha Gauri, die reinsten Glanz ausstrahlt, bitte beschütze mich! Om, Mutter, die unerschütterliche Hingabe (Bhakti) schenkt, beschütze mich!
Om, Siddhidatri, die übernatürliche Fähigkeiten verleiht, bitte beschütze mich! Om, Göttin, die neun Erscheinungsformen hat, beschütze mich!“
Durga-Gayatri I
Oṃ Girijāyai vidmahe
Śivapriyāyai dhīmahi
Tanno Durgā pracodayāt
OM GIRIJAYAI VIDMAHE
SHIVA PRIYAYE DHIMAHI
TANNO DURGA PRACHODAYAT
Übersetzung: „Om. Mögen wir Girijaya – die Tochter des Berges – erkennen.
Mögen wir über die Geliebte Shivas meditieren.
Möge Durga unseren Geist erleuchten und leiten.“
Dies ist ein schützendes Mantra, um Kraft und Selbstvertrauen zu erlangen und negative Energien und Hindernisse zu überwinden.
Durga-Gayatri II
Oṃ Kātyāyanyai vidmahe
Kanyākumāryai dhīmahi
Tanno Durgā pracodayāt
OM KATYAYANYAI VIDMAHE
KANYAKUMARYAI DHIMAHI
TANNO DURGA PRACHODAYAT
Übersetzung: „Om. Mögen wir Katyayani erkennen.
Mögen wir über die Jungfrau Kumari meditieren.
Möge Durga unseren Geist erleuchten und leiten.“
Schutzmantras der Durga
Oṃ Śrī Durgāyai namaḥ
OM SHRI DURGAYAI NAMAH
Übersetzung: „Om, Ehrerbietung sei Shri Durga!
Oṃ Durgāṃ Devīṃ śaraṇam ahaṃ prapadye
OM DURGAM DEVIM SHARANAM AHAM PRAPADYE
Übersetzung: „Ich nehme Zuflucht zu den Lotosfüßen der Göttin Durga.“
Dieses Mantra vertreibt schädliche Einflüsse, schützt vor dunklen Kräften und beseitigt Hindernisse.
Sechs Arten von Mantras für die Upasana
Bei der Verehrung von Gottheiten werden sechs grundlegende Arten von Mantras verwendet:
- Dhyana-Mantras – Meditationsmantras, die dazu dienen, im Geist die transzendente Gestalt der Gottheit, ihre Loka (Wohnstätte), Manifestationen und Lilas (Spiele) hervorzurufen.
- Bija-Mantras – Samenmantras, die für besondere Meditationen und zur Reinigung der bei der Puja verwendeten Gegenstände bestimmt sind.
- Mula-Mantras – Wurzelmantras (von „Mula“ – Wurzel); sie bilden die Essenz der Gottheit und werden gesprochen, wenn man sich an die Gottheit wendet und ihr einen Gegenstand der Verehrung darbringt.
- Stutis, Stavas und Stotras – Gebete, die vor, während oder nach der Verehrung rezitiert werden und den Namen, die Gestalt, die Eigenschaften und die Spiele Gottes oder einer Gottheit preisen.
- Pranama-Mantras – Gebete, die beim Darbringen von Verbeugungen vor Gott, der eigenen Gottheit, dem Zufluchtsbaum und dem Guru zu Beginn und am Ende der Verehrung rezitiert werden.
Gayatri-Mantras – Mantras der Veden, die bei der Verehrung Gottes und der Ishta-Devata verwendet werden und drei Prinzipien erwecken: Sambandha (die ursprüngliche Grundlage der Beziehung), Abhidheya (den Weg) und Prayojana (die Frucht).
Wie man ein Mantra auswählt
Für den Anfang genügt ein frei zugängliches Mantra, dessen Bedeutung Ihnen verständlich ist und Ihnen nahesteht. Man sollte nicht gleichzeitig zahlreiche Formeln ansammeln: Beständigkeit in der Praxis entsteht durch Kontinuität.
- Für die Kontemplation über Licht und geistige Klarheit eignet sich das Gayatri-Mantra.
- Für die Anrufung Shivas und die Überwindung der Angst vor dem Tod eignet sich das Mahamrityunjaya-Mantra.
- Für ein Friedensgebet eignen sich das Asatoma-Mantra oder „Sarve bhavantu sukhinaḥ“.
- Zur Verehrung der erwählten Gottheit wählt man das entsprechende frei zugängliche Nama-Mantra.
Wenn Sie Japa zu einem festen Bestandteil Ihrer Sadhana machen, eine Anzahl von Wiederholungen festlegen oder mit einem Bija-Mantra arbeiten möchten, sollten Sie persönliche Unterweisung erhalten. Diksha umfasst die Weitergabe von Wissen, die Regeln der Praxis und die Verbindung zur Überlieferungslinie.
Ein Mantra erschließt sich nicht durch die Menge gesammelter Texte, sondern durch die Tiefe der Aufmerksamkeit. Eine einzige Formel, die der Praktizierende versteht und regelmäßig wiederholt, ist hilfreicher als das wahllose Lesen einer umfangreichen Sammlung.


